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VW Passat B1 (1973-1980)

Der Volkswagen Passat B1 ist die von Frühjahr 1973 bis Herbst 1980 gebaute erste Generation des VW Passat, eines Modells der Mittelklasse. Er war weitgehend baugleich mit dem im Herbst 1972 eingeführten Audi 80 B1, den es jedoch nur mit Stufenheck gab. Der Passat hat ein Schrägheck und war auch als Kombi lieferbar.
 
Im Mai 1973 begann die Fertigung des Passat. Zunächst wurde das Modell im Stammwerk Wolfsburg produziert. In den USA wurde der Wagen ab 1974 unter dem Namen Volkswagen Dasher angeboten, während der Kombi auch als Audi Fox verkauft wurde. Bis Ende 1977 wurde der Passat in Wolfsburg gefertigt, seit August 1977 in Emden. Zum Jahresende lief die Produktion in Clayton, Victoria, Australien (Bauzeit 1974–1977) aus. Im Oktober 1980 wurde die Baureihe durch das Nachfolgemodell Passat B2 abgelöst. In Brasilien blieb sie parallel zum B2 bis Dezember 1988 in Produktion.
 
Im Laufe der Produktionsdauer des B1 flossen zahlreiche technische Neuerungen in die laufende Serie ein:
 
1975:
 
Im Januar 1975 erhielten sämtliche Modelle Kunststoffecken an den Stoßstangen und die oberen Ecken der Frontscheibe wurden abgerundet. Bei den Limousinen war nun gegen Aufpreis auch die große, bis zum Dach reichende Heckklappe lieferbar. Die Lüftungsgitter in der C-Säule des Zweitürers waren bereits zu Beginn des Modelljahres im August 1974 entfallen.
 
Im April wurden weitere kleine Modellpflegemaßnahmen durchgeführt, unter anderem ersetzten Schaumstoffsitze die bisherigen Federkernsitze.
 
Im Juni/Juli lief der letzte im Werk Salzgitter produzierte Passat vom Band.
 
1976:
 
An die Stelle der sportlichen Ausstattung TS trat ab August das komfortbetonte GL-Modell, das wie zuvor der TS äußerlich durch Doppelscheinwerfer gekennzeichnet war. Die eckigen Scheinwerfer des L-Modells wurden durch einzelne Rundscheinwerfer wie beim Basismodell ersetzt, hier allerdings mit Chromringen versehen.
 
1977:
 
Im August wurde ein größeres Facelift vorgenommen. Gleichzeitig begann die Fertigung im Volkswagenwerk Emden.
 
Verändert wurden in erster Linie die Frontpartie, das Heck und die Armaturentafel. Dabei wurden Motorhaube und Kotflügel zum Grill hin abgeschrägt und der Luftwiderstandsbeiwert der Karosserie damit etwas verringert. Durch Kunststoffstoßstangen wirkte der überarbeitete Wagen moderner. Veränderungen an der Auspuffanlage ließen zudem den Endschalldämpfer besser unter der Karosserie verschwinden. Abweichend davon behielten die Rechtslenker die alte Instrumententafel noch bis zum Produktionsende im Oktober 1980.
 
Am 15. Dezember wurde der letzte Passat im Werk Wolfsburg produziert
 
1978:
 
Ab Juli 1978 war der Passat mit dem 1,5 Liter großen Dieselmotor mit 50 PS aus dem Golf I lieferbar. Er war längs eingebaut.
 
1979:
 
Im Februar 1979 stellte Volkswagen schließlich den Passat GLI mit dem Motor des Golf GTI vor. Der neue Motor, im Gegensatz zum Einspritzmotor im Vorgängermodell VW Typ 3 nun mit einer rein mechanischen Einspritzanlage vom Typ K-Jetronic von Bosch versehen, sorgte mit einer Leistung von 81 kW (110 PS) bei einem Leergewicht von weit unter 900 kg für beachtliche Fahrleistungen. Die Schrägheckmodelle des GLI hatten als Erkennungsmerkmal unter anderem eine Abrißkante aus Kunststoff am Heck. Ursprünglich war sogar geplant, diese Variante als Passat GTI zu verkaufen, was jedoch der damalige Vorstandschefs Toni Schmücker als marktpolitisch nicht sinnvoll einstufte. Der Prototyp war zwar bereits im Dezember 1976 angefertigt worden, aber bis zu diesem Zeitpunkt nur auf Messen gezeigt worden.
 
1980:
 
Am 14. April 1980 läuft in Emden der 2.000.000 VW Passat B1 vom Band. Die Produktion des Passat der ersten Generation läuft im Herbst 1980 aus. Interessant ist die Verteilung der Käufer auf die verschiedenen Modelle: Die Hälfte erwirbt die Limousine mit der kleinen Kofferraumklappe, für den Variant und die Limousine mit der großen Klappe votieren jeweils ein Viertel.
 
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