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Volvo 740 (1984-1992)

Der Volvo 740 ist ein Personenwagen der oberen Mittelklasse des schwedischen Autoherstellers Volvo. Er wurde von Anfang 1984 bis Herbst 1992 hergestellt. Die Modellbezeichnung „740“ tragen Fahrzeuge der Volvo Serie 700 mit 4-Zylinder-Ottomotoren oder 6-Zylinder-Dieselmotoren.
 
Die 700er-Modelle mit höherwertiger Innen- und Außenausstattung mit Sechszylinder-Turbodiesel- oder Ottomotoren hießen Volvo 760 und waren bereits seit Frühjahr 1982 auf dem Markt.
 
Ab 1988 erhielten die Limousinen eine Mehrlenkerhinterachse.
 
Im Herbst 1989 erhielt die Baureihe 740 eine Modellpflege. Dabei unterschied sich die Fahrzeugfront je nach Markt und Motorisierung. Für die europäischen Märkte wurden die Turbomodelle mit breiten Scheinwerfern mit integrierten Zusatzscheinwerfern für Nebel- und Fernlicht ausgerüstet, die bis an den Kühlergrill reichten. Diese Fahrzeuge nahmen so das Frontdesign der späteren Serie 900 vorweg. Die Ausführungen mit Saugmotor wurden abweichend mit einfachen, schmaleren Rechteckscheinwerfern ohne Zusatzscheinwerfer ausgeliefert. Bei diesen Fahrzeugen waren die Scheinwerfer mit L-förmigen Abdeckleisten vom Kühlergrill abgesetzt. Bei allen Limousinen wurde durch neue Rückleuchten im Stil des Coupés Volvo 780 auch das Heck modifiziert.
 
Die Motoren wurden im Laufe der Zeit weiter entwickelt. Ab Modelljahr 1987 waren alle 740-Modelle auch in Deutschland mit einem geregelten Katalysator lieferbar, den Volvo gemeinsam mit Bosch entwickelt hatte (der erste PKW mit serienmäßigem 3-Wege-Katalysator war 1975 der Volvo 164 auf dem US-Markt). Die Bezeichnung dieser Motoren trägt hinter der Kennziffer für den Hubraum die Kennung "F", was für Einspritzmotor mit Katalysator steht. Der Saugmotor hieß seither B230F, der Turbomotor B230FT.
 
Zusätzlich war ab Herbst 1989 in einigen Ländern, auch in Deutschland, eine Variante mit Zweiliter-Einspritzmotor und geregeltem Katalysator (Motorbezeichnung: B200F) erhältlich. In mehrere europäische Länder, zum Beispiel nach Großbritannien, wurden bis 1990 weiterhin auch Fahrzeuge mit Vergasermotoren geliefert. Der Dieselmotor war nach wie vor ein von Volkswagen zugelieferter 2,4-l-Reihensechszylinder mit Turbolader und 80 kW (109 PS). Im Modell 760 hatte dieser Motor zusätzlich einen Ladeluftkühler und entwickelte eine Leistung von 85 kW (116 PS).
 
Sommer 1990 wurde die 740er-Serie umfassend überarbeitet und in 940 umbenannt. Der Übergang zur Baureihe 940 war fließend. So gab es in den Modelljahren 1991 und 1992 parallel zum Typ 940 weiterhin den Typ 740 als Basisversion. Diese Fahrzeuge sahen den Fahrzeugen des Modelljahres 1990 sehr ähnlich, allerdings waren die Motorhaube und die vorderen Kotflügel nunmehr die gleichen wie beim Typ 940. Unter dem Blech hatten diese Wagen bereits weitgehend die Technik des Volvo 940. Motorisiert war dieses sogenannte "Zwischenmodell" mit den Saugmotoren der Typen B200F (2 Liter) oder B230F (2,3 Liter). Die Stoffe der Innenausstattung waren einfacher als die bis dahin verwendeten. Ab Modelljahr 1991 wurde die Reihe 740 in Deutschland nur noch als Sondermodell 740 „Business Edition“ angeboten – jedoch ohne Hinweis auf diese Bezeichnung am Fahrzeug selbst.
 
Ab Modelljahr 1990 (beginnend im August 1989) hatten die US-Modelle eine den europäischen Basisausführungen ähnelnde Front mit schmalen Rechteckscheinwerfern anstelle der Sealed-Beam-Scheinwerfer und L-förmigen Abdeckleisten zwischen Grill und Scheinwerfern.
 
Die Produktion der Serie 740 endete am 2. Oktober 1992.
 
1991-01_preisliste_volvo_740
1988-08_preisliste_volvo_740
1986-09_preisliste_volvo_740
1985-06_preisliste_volvo_740
1985-06_preisliste_volvo_740-zubehoer
 
 
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